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"Vom Verschwinden"
im Herbst 2026:
17. November 2026, 18 Uhr, Botanischer Garten der Universität Leipzig: Botanischer Salon: Was wir gerade verlieren. Das Artensterben spürbar machen
Filme, Lesung und Gespräch mit der Künstlerin Clara Rueprich und dem Historiker und Schriftsteller Udo Grashoff zu ihrem Projekt „Abwesen“, Moderation: Kurt Mondaugen. Details folgen unten.
27. November 2026, 19 Uhr, Budde-Haus Leipzig: Lange Nacht der Philosophie: „Natur ohne Grenzen?“ - u.a. unter beteiligung der Forschungsstation Vom Verschwinden. Details folgen unten.
18. Dezember 2026, 19 Uhr, LOFFT – Das Theater (Leipzig): Vom Verschwinden #8: „Das Entomonische Varieté!“ - Ein einmaliges Theaterstück zur Poesie der Insekten und dazu, wie das Artensterben mit kreativen Mitteln aufgehalten werden kann. Details folgen unten.

17. November 2026, 18 Uhr
im Botanischen Garten der Universität Leipzig:
Botanischer Salon:
Was wir gerade verlieren. Das Artensterben spürbar machen
Filme, Lesung und Gespräch mit der Künstlerin Clara Rueprich und dem Historiker und Schriftsteller Udo Grashoff zu ihrem Projekt „Abwesen“, Moderation: Kurt Mondaugen.
„Am Anfang stand bei uns das Erschrecken darüber, dass weltweit Tiere aussterben bzw. dass die Populationsgröße dramatisch zurückgeht. Oft wird bei Berichten darüber auf den tropischen Regenwald verwiesen, aber wie sieht es hier bei uns vor der Haustür aus?“ Diese Frage stellten sich Clara Rueprich und Udo Grashoff und sie haben mit ihrem Projekt „Abwesen“ den gigantischen, weithin unsichtbaren Prozess des Massenaussterbens in Deutschland erkundet. Udo Grashoff hat zu Arten recherchiert, die als „dead species walking“ bezeichnet werden und am Rande des Aussterbens stehen. Clara S. Rueprich hat deren „leere“ Biotope gefilmt, wodurch die Abwesenheit sinnlich erfahrbar wird. In Kurzporträts werden die wundersamen, berührenden Eigenheiten der vom Aussterben bedrohten Tiere geschildert. „Abwesen. dead species walking“ führt die Vielfalt und den Reichtum einer vom Untergang bedrohten Welt vor Augen. (www.abwesen.net )
Im Botanischen Salon stellen Clara Rueprich und Udo Grashoff ihr Projekt mit Film und Lesung vor und sprechen mit dem Publikum über die Möglichkeiten, auf das Artensterben künstlerisch und außerkünstlerisch zu reagieren. Der Abend wird moderiert von Kurt Mondaugen.
Zu den Akteur:innen:
Clara S. Rueprich arbeitet mit Videos, Videoinstallationen und Fotografie und entwickelt Projekte im öffentlichen Raum.
Udo Grashoff forscht und lehrt zur jüngeren deutschen Geschichte und schreibt Lyrik.
Kurt Mondaugen ist Autor und Mitinitiator von „Vom Verschwinden – Zur Poesie und Philosophie der Insekten“
Eine Veranstaltung in der Reihe Botanischer Salon des Botanischen Gartens der Universität Leipzig in Kooperation mit Transformatorenwerk Leipzig e.V., Stadt-Umland-Landschaftspflegeverband LeipzigGrün und „Vom Verschwinden“. Das Projekt wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig und vom Freistaat Sachsen.
Eintritt frei

27. November 2026, 19 Uhr
im Budde-Haus, Leipzig:
Lange Nacht der Philosophie: „Natur ohne Grenzen?“
Mit Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Dr. Kira Meyer, Dr. Rainer Totzke (Vom Verschwinden), Dorit Löffler (Vom Verschwinden, Lena Seik, Eva Howitz, Jan Hüfner, Richard Schut, Moderation: Dr. Jirko Krauß
Die Leipziger Lange Nacht der Philosophie: Natur ohne Grenzen? fragt angesichts von Klimakrise und Artensterben nach unserem grundsätzlichen Verhältnis zur Natur: Wie verstehen wir uns selbst als Teil der natürlichen Welt? Wie prägt diese Beziehung unser Denken und Handeln? Wie lassen sich neue – nicht-instrumentelle – Zugänge zur Natur gewinnen? Welche Rolle spielen Konzepte und Praktiken der Resonanz, des Respektes und einer stärkeren ästhetischen Wahrnehmung der Natur – bis hin zur Idee ihrer ‚Wiederverzauberung‘? Und was folgt daraus für unser konkretes Handeln?
„Zu diesen Fragen gibt es für das Publikum vielfältige inspirierende Impulsbeiträge von renommierten Forschenden aus Kunst, Wissenschaft und Philosophie“, erläutert Jirko Krauß, einer der Organisatoren der Veranstaltung, das Konzept: „Die Lange Nacht der Philosophie ist ein Ort der Begegnung, bei dem neben den Impulsen von Expert*innen gerade auch die vielfältigen Erfahrungen der Besucher*innen zur Sprache kommen, ausgetauscht und weitergedacht werden.“
Die Lange Nacht der Philosophie ist ein Projekt des Transformatorenwerkes Leipzig e.V. in Kooperation mit dem Budde-Haus und dem Verein Expedition Philosophie.
Ort: Budde-Haus, Lützowstraße 19, 04157 Leipzig
Eintritt: 8/10/12 Euro
Kartenreservierung: Tel. 0341-90960037, ticket@buddehaus.de
Bildcredit: Dorit Löffler

18. Dezember 2026, 19 Uhr
im LOFFT – Das Theater (Leipzig):
Das Entomonische Varieté!
Insekten-Revue der Forschungsstation Vom Verschwinden
Ein turbulenter Theater-Abend zur Poesie und Philosophie der Insekten und zu neuen Möglichkeiten des Zusammenlebens – mit uns und mit ihnen. – Magie, Musik, Diskurs und Anverwandlung! Das Publikum ist eingeladen, das eigene Vorstellungs- und Wahrnehmungsvermögen in Bezug auf die Insekten auf radikal phantasievolle Weise zu erweitern. Ein Try-Out gegen das Artensterben.
Konzept und Regie: Rainer Totzke, Dorit Löffler, Michael Berninger / Ausstattung und Kostüme: Dorit Löffler / Musik: Simone Weißenfels / Performance: Michael Berninger (LeipzigGrün), Dr. Jirko Krauß, Dorit Löffler, Michael Ludwig, Kurt Mondaugen, Larsen Sechert, Dr. Guy Pe’er (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung/UFZ; Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung/iDiv) / Plakatgestaltung: Dorit Löffler/Veronika Reichl
Details folgen
Artikel über unsere Arbeit im "Leipziger Garten Programm 2025/26" erschienen
Im Magazin für Landschaftskultur "Leipziger Garten Programm 2025/26" ist ein Artikel über die Arbeit der Forschungsstation "Vom Verschwinden" erschienen. Dank an die Autor*innen Franziska Reif und Tobias Prüwer!





AUSSCHREIBUNG Nr. 2:
„Ein Insekt hinzufügen!“ –
Beiträge für entomolgische Sammlung gesucht!
Um dem Insektensterben auch praktisch etwas entgegenzusetzen, planen wir auf unserer Forschungsstation „Vom Verschwinden“ die Eröffnung einer Sammlung, mit der wir der Welt in diesem Jahr 1000 neue Insekten hinzufügen wollen.
Jede*r, der das Projekt unterstützen möchte, ist eingeladen, selbst ein eigenes neues Insekt zu gestalten – zu zeichnen, zu malen, zu collagieren, zu modellieren… – und uns dieses dann als Foto oder Scan zuzusenden. – Aus den Einsendungen kuratieren wir auf unserer Website die Online-Ausstellung „Enzyklopädie der tausend neu hinzugefügten Insekten“.
Wie sieht Euer Insekt aus, das Ihr der Welt gern hinzufügen würdet?
Wir sind gespannt und freuen uns über Eure Einsendungen! – Per Email an: info@kurt-mondaugen.de / Stichwort: Ein Insekt hinzufügen.
Selber praktisch aktiv werden für Insekten: Projekt iNUVERSUMM
iNUVERSUMM – Raum und Zeit für Insekten ist ein sächsisches Mitmachprojekt, das sich dafür einsetzt, Lebensräume für Insekten zu schaffen und zu erhalten, um damit die Lebensbedingungen für Insekten im Siedlungsraum zu verbessern.
Auf der Website findet man aktuelle Termine für Sensen- und Baumschnittworkshops ebenso wie für Radtouren, Spaziergänge und künsterische Workshops rund um das Thema Insekten.
Jede*r kann Teil vom iNUVERSUMM werden! Im Projekt engagieren sich bereits zahlreiche Akteurinnen und Akteure, die die Natur aktiv mitgestalten. Aber um den Insekten spürbar zu helfen, brauchen wir noch viel mehr Mitstreiter! Ganz gleich, ob Privatperson, Kommune, Naturschutzverein, Wohnungsgenossenschaft, Unternehmen, soziale Einrichtung, oder, oder, oder… – bei iNUVERSUMM ist jede*r willkommen, der kleine und auch größere Lebensräume für Insekten in seinem Umfeld neu anlegen, erhalten oder verbessern will!

AUSSCHREIBUNG Nr. 1:
Entomonische Gedichte und Geschichten mit Insekten gesucht!
Mit dem Projekt „Vom Verschwinden“ erkunden wir kollaborativ die Möglichkeiten des Verstehens von Insekten, des Einfühlens in ihre Lebensform und vielleicht sogar der „entomonischen Anverwandlung“. Hier sollen ausgewählte intensive Erlebnisse mit Insekten veröffentlicht werden. Dazu gibt es von uns eine Ausschreibung, die sich an literarische Autor*innen wendet:
Alle Literat*innen, die das ökologische Anliegen von "Vom Verschwinden" teilen und das Projekt mit einem eigenen Beitrag (Gedicht oder kurzes Prosastück) unterstützen möchten, können ihren Text an info@kurt-mondaugen.de schicken. Diese möchten wir hier auf dieser Website kuratiert veröffentlichen.

Rapide Schmetterlingsrückgänge in den Vereinigten Staaten
Anfang März 2025 veröffentlichte das amerikanische Wissenschaftsmagazine Science die Ergebnisse der bisher umfassendsten Studie zum Bestand der Schmetterlinge in den USA. Allein zwischen den Jahren 2000 und 2020 sind hier die Schmetterlingspopulationen um 22 Prozent zurückgegangen. Als wichtige Ursachen für den Rückgang ist der Verlust artenspezifischen Lebensräumen und der starke Pestizideinsatz in der Landwirtschaft ausgemacht.
https://www.science.org/doi/10.1126/science.adp4671
Fotocredit:SevenStorm JUHASZIMRUS, https://www.pexels.com/de-de/foto/monarchfalter-thront-auf-blatt-425244/

Pestizideinsatz in der Landwirtschaft
Fotocredit: Von Spraying on Coveney Byall Fen by Richard Humphrey, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=124338734

Forschungs-Jubiläum: Vor 150 Jahren wurde in Leipzig der erste entomologische Verein gegründet
1875 gründete sich der Entomologische Verein Fauna zu Leipzig. Zweck war die Pflege der Insektenkunde und die Erforschung der entomologischen Fauna von Leipzig und Umgebung. Im Jahr 1900 gab der Verein als Zusammenfassung von Forschungsergebnissen das Buch Die Gross-Schmetterlinge der Leipziger Gebiete heraus.
Weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Entomologischer_Verein_Fauna_(Leipzig)
Aktuelle Forschungsfrage: Wie viele der in dem Buch aufgeführten Schmetterlingsarten existieren heute noch?
Bild: gemeinfrei, https://de.wikipedia.org/wiki/Entomologischer_Verein_Fauna_(Leipzig)#/media/Datei:Die_Gross-Schmetterlinge_des_Leipziger_Gebietes.jpg

